2066 Wipfelritt - H.W. Gleiwitz

Wipfelritt

H.W. Gleiwitz

2066

1919, 1966–2066

Ankündigung »Wipfelritt über den Fichten von Zella nach Mehlis, wo`s schee is«.

Zum Jahrestag der Zusammenlegung der Gemeinden Zella St. Blasii und Mehlis lassen die Gebrüder Gleiwitz einen Helium-Ballon vom Berg aus zur Mehliser-Seite steigen. Die als Körperverunfallungskünstler über die regionalen Grenzen bekannten Gleiwitz-Brüder sind vor allem für ihre Motorrad- und Luftakrobatik bekannt. In der geplanten waghalsigen Luftnummer zu Ehren der Stadt Zella-Mehlis und ihrer Einwohner wollen die Gebrüder einen mit Helium gefüllten Ballon in den Himmel über der Stadt steigen lassen. Am Boden des Ortes ist das Ende eines fingerdicken Stahlseils montiert, das andere Ende werden die Brüder mit dem Ballon mit nach oben nehmen. Auf einer Höhe von rund 300 Metern werden sie dem Tragekorb des Ballons entsteigen und als »rasender Zwilling« – mit ihren Körpern die Initialen der Stadt nachformend – von der mörderischen Höhe des Ballons auf den Grund zustürzen. Die einzige Verbindung zwischen ihren Leibern ist ein aus reißfestem Plastik gefertigter Ring mit zwei Metallgriffen, der vom einen der Brüder am Brustkorb, vom anderen nur dank der Kraft seiner Glieder als verbindendes Element gehalten werden wird. Doch des Spektakels noch nicht genug: Während des ohnehin schon kräftezehrenden Hinabstürzens werden die Brüder sich noch mit Farbe beschmieren, um am Ende als »lebender Pinsel« auf einer übergroßen Leinwand einzuschlagen. Wird den Brüdern dieses wagemutige Manöver, dieser Sturz vom Balkon der Zivilisation hinein in die Thüringer Natur gelingen? Und welches Bild werden sie am Ende ihres Gleitflugs für uns hinterlassen?

Seien Sie dabei bei diesem Spektakel, wenn »Der Donner Thüringens« Hermann Willy Gleiwitz und sein Bruder zum Sturzflug ansetzen.

Im Jahr 2066 jährt sich der »Wipfelritt« der Gleiwitz-Brüder zum hundertsten Mal. Anlässlich dieses Jubiläums findet in der Stadt Zella-Mehlis das internationale Festival der Körperverunfallungskunst statt, zu dem zahlreiche prominente Vertreter aus der internationalen Stuntund Körperverunfallungskünstlerschaft eingeladen sind. Ein attraktives Rahmenprogramm wird die Verleihung des Pokals für den »Wipfelreiter« begleiten.

 

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